Drei innerstädtische S-Bahnlinien verbanden vor dem 13. August 1961 die beiden Stadthälften:

die Stadtbahn in Ost-West-Richtung und die Nordsüd-S-Bahn (mit der zusätzlichen Verbindung in Bornholmer Straße), die Ringbahn (mit dem zusätzlichen Abzweig nach Baumschulenweg).
Während Stadtbahn und Nordsüd-S-Bahn bereits wenige Monate nach dem Mauerfall ihre alte Funktion wieder zurückerhalten hatten, sollte bei der Ringbahn noch ein ganzes Jahrzehnt vergehen.

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Was war der Grund für diese lange Verzögerung? Die Wiederherstellung der Ringbahn war weit mehr als ein kurzer Lückenschluss. Denn als die Mauer fiel, waren zwei Drittel der Ringbahn schon längst Eisenbahngeschichte, verrotteten seit 1980 stillgelegt vor sich hin; Stationen und Gleisanlagen waren weitgehend Schrott. Der S-Bahn-Boykott von 1961 und die Stilllegung durch die Deutsche Reichsbahn der DDR, die auch in West-Berlin die S-Bahn betrieb, hatten der einst wichtigen Strecke den Garaus gemacht.

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Die Zukunft des westlichen Teilstückes hing in der Schwebe. Erst im Sommer 1989 hatte der frisch gewählte Senat unter Walter Momper (SPD) endlich den Wiederaufbau beschlossen. Das erste Teilstück sollte von Westend bis Schöneberg reichen und 1992 in Betrieb gehen. An einen Lückenschluss Richtung Osten hatte - trotz der immer stärker zunehmenden Probleme in der DDR - niemand geglaubt.

Nach dem 9. November musste gründlich umgedacht werden. Senat und Deutsche Reichsbahn - nun Partner bei der Verkehrsabwicklung - entschieden, die Strecke direkt bis Baumschulenweg in Treptow zu verlängern. Die Bauzeit musste dafür allerdings um ein Jahr verlängert werden. In weiten Abschnitten glich die am 17. Dezember 1993 eröffnete Teilstrecke der Ringbahn einem Neubau mit rundumsanierten und teilweise verschobenen Bahnhöfen und erneuerten Gleis-, Energie- und Signalanlagen.

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Der Ring war mit dieser Eröffnung aber noch lange nicht geschlossen. Weitere neun Jahre Bauzeit sollten folgen. Die Etappen der Eröffnung waren:

vintage leigh bus video backgroundDie Zukunft des westlichen Teilstückes hing in der Schwebe. Erst im Sommer 1989 hatte der frisch gewählte Senat unter Walter Momper (SPD) endlich den Wiederaufbau beschlossen. Das erste Teilstück sollte von Westend bis Schöneberg reichen und 1992 in Betrieb gehen. An einen Lückenschluss Richtung Osten hatte - trotz der immer stärker zunehmenden Probleme in der DDR - niemand geglaubt.

Nach dem 9. November musste gründlich umgedacht werden. Senat und Deutsche Reichsbahn - nun Partner bei der Verkehrsabwicklung - entschieden, die Strecke direkt bis Baumschulenweg in Treptow zu verlängern. Die Bauzeit musste dafür allerdings um ein Jahr verlängert werden. In weiten Abschnitten glich die am 17. Dezember 1993 eröffnete Teilstrecke der Ringbahn einem Neubau mit rundumsanierten und teilweise verschobenen Bahnhöfen und erneuerten Gleis-, Energie- und Signalanlagen.

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