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Das Berliner S-Bahn-Museum am Standort Berlin-Lichtenberg

So soll es werden

Seit 1996 hat das Berliner S-Bahn-Museum ehrenamtlich am jetzigen Standort Potsdam-Griebnitzsee auf ca. 500 qm eine umfangreiche Sammlung von Artefakte zur Berliner S-Bahn-Geschichte aufgebaut und bringt einem breiten Publikum die einzigartige Industrie- und Gesellschaftsgeschichte dieses Verkehrsmittels nahe. Die Sammlung wurde bis 2016 kontinuierlich ergänzt und ausgebaut. Bahnbetriebliche Gründe zwingen zur Aufgabe der Räume. Flächen in Berlin, im Bahnhof Lichtenberg stehen bereit, müssen aber komplett saniert, hergerichtet und neugestaltet werden.

Konzept-Präsi

Präsentation Ausstellungskonzept (pdf)

Das Museumskonzept – der „Unique selling point“

Die drei Oberbegriffe für die zukünftige Präsentation des Museums bringen die Bedeutung der S-Bahn für die Stadt und Region auf den Punkt:

Mobilität für die Metropole – die S-Bahn als Teil der Berliner Industriekultur.

Berlin war im 19. und 20. Jahrhundert die größte Industriestadt Europas. Zahlreich sind die Denkmale dieser Epoche. Die S-Bahn war zugleich Ergebnis und Voraussetzung des Wachstums der Metropole. Sie war Produkt der hiesigen Bahn- und Elektroindustrie. Und ohne sie würden Stadt und Region heute nicht funktionieren.

Das politische Vehikel – die S-Bahn in der Zeitgeschichte.

Die S-Bahn ist benutzt worden: von der Nazi-Diktatur um 1936 ihre Vorzüge zu zeigen und 1945 als Frontlinie. Der Kalte Krieg machte sie zum Spielball und Opfer der Interessen in Ost und West. Und zugleich war sie Bindeglied zwischen den Systemen; nirgendwo sonst ist die Absurdität von Teilung und Zusammenarbeit so hautnah zu vermitteln wie mit der S-Bahn-Geschichte.

Innovation – die S-Bahn in der Technikgeschichte.

Die Berliner S-Bahn ist „die Mutter aller S-Bahn-Systeme“ in Deutschland und in vielen Städten des Auslandes. Fahrzeuge, Signaltechnik, Betrieb und Stationen waren über Jahrzehnte Vorbild. In Berlin ist das Markenzeichen erfunden worden, das „S“.

Dieses umfassende Angebot schafft den „Showroom“ der S-Bahn-Geschichte, der sich an ein breites Publikum aus Berlin und Region, aus In- und Ausland wendet. Denn die S-Bahn ist Stadt- und zugleich Weltgeschichte.

Lageplan-Skizze

Standort und Betrieb

Der zukünftige Museumsstandort Lichtenberg ist hervorragend mit wichtigen „Hotspots“ nationaler und internationaler Touristenziele der Berliner Innenstadt verknüpft. Der Bahnhof Lichtenberg ist direkt an die beiden Berliner Stadtzentren City Ost und West - Zentren touristischer Besucher*innen aus aller Welt - angebunden. Mit der S-Bahn (S5, S7 und S75; verlängerte Stadtbahn) ist die Gegend rund um die Bahnhöfe Zoo und Friedrichstraße direkt mit dem Bf. Lichtenberg verknüpft. Die Gedenkstätte im „Tränenpalast“ ist in diesem Zusammenhang als eine wichtige Facette in der Stadt- und S-Bahn-Geschichte zu nennen. Reichstag und Brandenburger Tor als Zentrum (welt)historischer Ereignisse liegen an der Strecke und sind ein „Muss“ für jeden, der Berlin besucht.

Mit der Etablierung des Museums am Standort Lichtenberg wird die Arbeit des Museums auf eine neue Basis gestellt. Kern ist die Professionalisierung der Betreuung. Durch angestelltes Personal wird ein umfassendes Öffnungsangebot sichergestellt. Der bisherige Museums-Trägerverein „Fahrgastverband IGEB e.V.“ bringt mit dem Betrieb des regelmäßig geöffneten „Fahrgastzentrums“, das als Treff- und Arbeitsort, Beratungszentrum für ÖPNV-Kund*innen und Buchhandel dient, Erfahrungen im Betrieb einer wirtschaftlich arbeitenden Einrichtung (einschließlich regulärer Arbeitsverhältnisse) ein. Dieses Know-how fließt zukünftig in den Museumsbetrieb ein.

Die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Konzeptes ist gegeben. Als Rechtsform wird von den zwei Trägervereinen die Gründung einer gGmbH vorbereitet.

 


s-bahn-museum.de  -  Stand 20.3.2018

© Berliner S-Bahn-Museum GbR